Tipps & Tricks: Studium USA

Die USA – das Land der großen Möglichkeiten – ist für viele das Hauptziel eines längeren Auslandsaufenthaltes.Unbegrenzt sind die Möglichkeiten tatsächlich, doch dadurch entsprechend umfangreich, dezentral und unkoordiniert. Die folgenden Hinweise sollen dir helfen, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.


Die Hochschulen in den USA

Zentrale Regeln existieren im Bildungsbereich nicht. Jede Hochschule entscheidet selbst, wer zugelassen, was anerkannt und wie gelehrt wird.  Anders als in Deutschland werden die Hochschulen nicht vom Staat anerkannt, sondern von privaten Organisationen akkreditiert. Eine Akkreditierung erhält, wer gewisse Standards umsetzt. Studienleistungen und Abschlüsse nicht bescheinigter Institutionen werden oft nicht akzeptiert, also Vorsicht! Die Auswahl der Hochschule ist folglich maßgebend. Derzeit existieren ca. 4500 akkreditierte Hochschulen, 2500 davon sind in privater Trägerschaft. Letztere haben meist höhere Studiengebühren, bieten dafür aber auch bessere Finanzierungsmöglichkeiten in Form von Stipendien.

Die Hochschultypen

Nicht zuletzt durch die amerikanische Filmindustrie entstehen oft Verwirrungen bezüglich der Begrifflichkeiten: Ein College ist keine University! Hier die wichtigsten Hochschultypen:

Colleges Universities
Two-Year-Colleges Four-Year-Colleges  
Bindeglied zwischen High School & Universität Eigenständige Institution oder an Universitäten angegliedert  
Bieten berufsqualifizierende Programme

Erwerb eines Associate Degrees mit dem nach Abschluss der 2 Jahre an ein vierjähriges College gewechselt werden kann (in das 3. Jahr des Bachelors)

Bieten Studiengänge im Undergraduate-Bereich (Erststudium) an

Erwerb eines Bachelorabschlusses nach 4 Jahren

Bieten Studiengänge im Undergraduate- und im Graduate-Bereich (Aufbaustudium)

Erwerb eines Bachelor-abschlusses nach 4 und eines Masterabschlusses nach weiteren 2 Jahren

       
Die Studienabschlüsse

Bachelor Degree: Im amerikanischen Bachelor wird, im Gegensatz zum deutschen, nicht gleich zu Beginn eine Fachrichtung gewählt. Die ersten zwei Jahre vermitteln zunächst ein fundiertes Allgemeinwissen aus dem Bereich Geistes- und Naturwissenschaften. Es ist insofern mit unserer Oberstufe im Gymnasium gleichzusetzen. Erst im Anschluss wählen die Studenten ihre Hauptfächer (majors), um den Schwerpunkt für ihr Studium zu bestimmen. Zusätzlich werden oftmals Nebenfächer angeboten (minors).

Master Degree: Der Master besteht sowohl aus fachorientierten Kursen, als auch aus eigener Forschung. Prinzipiell gibt es einen Academic Master, in dem die wissenschaftliche, forschungsbezogene Arbeit im Vordergrund steht, und den Professional Master, der berufsorientiert ausbildet.

Doctoral Degree: Wie in Deutschland besteht die Möglichkeit an den Master ein Promotionsstudium anzuhängen. Allerdings gibt es auch berufsbezogene Doktortitel, die ohne zusätzliche Promotionsleistung vergeben werden (z.B. Doctor of Medicine).

Associate Degree: Mit dem Associate Degree kann auf Umwegen ein Bachelorstudium aufgenommen werden.

Des Weiteren können durch verschiedene fach- und themenspezifische Weiterbildungsprogramme Diploma und Certificates erworben werden. Da sie in Deutschland nicht als eigener Abschluss anerkannt werden, sind sie lediglich als nützliche Zusatzqualifikation zu werten.

Das Studienjahr

Die meisten Hochschulen bieten ein fall semester (August bis Dezember) und ein spring semester (Januar bis Mai) an. Vereinzelt teilen Hochschulen das akademische Jahr aber auch in 3 oder 4 Teilabschnitte.


Kosten
  • Die Studiengebühren in den USA liegen zwischen US$ 2.000,- (community collge) und US$ 33.000,- (graduate study/university) im Jahr. (© daad.de) Je nach Hochschule, Studiengang und Herkunft der Studenten können diese Zahlen stark variieren.
  • Hinzu kommen Anmelde- und Servicegebühren sowie Kosten für Studienmaterialien.
  • Oftmals müssen sich international Studenten über die jeweilige Hochschule versichern. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung ist dennoch ratsam.
  • Ein großer Kostenfaktor sind die Lebenshaltungskosten, die stark von den Gegebenheiten vor Ort abhängen. In jedem Fall sollte man Kosten für die Miete (+Nebenkosten & Internetnutzung), Verpflegung, mögliche Ausflüge, Transport- und Kommunikationskosten

Möglichkeiten der Finanzierung

Für 1 oder 2 Semester (von deutscher Seite):

  • Auslandsbafög: Das Auslandsbafög wird anders gemessen als jenes im Inland. Entsprechend haben auch Studenten, die in Deutschland kein Bafög erhalten, die Möglichkeit für das Ausland unterstützt zu werden. Hier erhältst du einen Zuschuss zu den Studiengebühren, den Reisekosten und der Auslandskrankenversicherung.
  • PROMOS: Für einen Aufenthalt von 1 bis 6 Monaten werden von der DAAD Kurzstipendien  vergeben. Die Fördermittel werden hier direkt an die teilnehmenden Hochschulen geleitet. Wie viel Unterstützung du erhältst, hängt von der Teilstipendienrate, der Reisekostenpauschale für den jeweiligen Studienort und der Obergrenze der Studiengebühren ab.
  • Fulbright-Stipendien: Die deutsch-amerikanische Fulbright-Kommission vergibt Stipendien vornehmlich an Graduate-Studenten (mind. 5 Semester abgeschlossen, Abschluss liegt nicht länger als ein Jahr zurück). Hier werden jeweils die Kosten für Studiengebühren, Lebenshaltungskosten, Reise- und Versicherungskosten komplett oder anteilig übernommen. 

Für ein ganzes Studium (von amerikanischer Seite):

  • Sportstipendien USA: Sportstipendien werden in den USA für maximal 4 Jahre vergeben und richten sich sowohl an nationale, als auch internationale Studenten. Das Studienfach muss jedoch nicht notwendigerweise Sport o.ä. sein. Je nach Leistungsklasse des Sportlers werden die Studiengebühren voll oder teilweise übernommen sowie eventuelle Kosten für Verpflegung und Unterhalt abgedeckt.
  • Pauschalstipendien für internationale Studierende: Die Pauschalstipendien richten sich ausschließlich an internationale Studierende und werden nicht leistungsorientiert vergeben. Abhängig von der jeweiligen Hochschule können rund die Hälfte der Studiengebühren, die Miete und die Lebenshaltungskosten übernommen werden.
  • Scholarships: Scholarships werden von amerikanischen Hochschulen vergeben und sind leistungsbezogen. Durch die Förderung entfallen meist die Studiengebühren. Allerdings haben hier ausländische Studenten meist das Nachsehen.

Daneben existieren zahlreiche Stiftungen in Deutschland, die Stipendien vergeben, darunter die Stiftung der deutschen Wirtschaft, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Studienstiftung des Deutschen Volkes. Auch die Möglichkeit eines Bildungskredites solltest du in Betracht ziehen.

Hilfreiche Tipps zur Finanzierung und Kostenkalkulation findest du hier: http://www.edupass.org/finaid/

Das Amerikahaus bietet dir außerdem Informationen zu Förderungsprogrammen: www.amerikahaus.de


Visum

Neben einem gültigen Reisepass benötigst du für deinen Studienaufenthalt in den USA ein Studenten-Visum.  Das F-Visum berechtigt zu einem Studium an einem akkreditierten US-amerikanischen College, einer Universität oder beinhaltet auch Sprach- und wissenschaftliche Programme. Für hochschuleigen Austauschprogramme, Praktika oder Programme wie Fulbright benötigst du das J-Visum , das Studenten- und Austauschbesuchervisum. Für nichtakademische und berufsorientierte Programme gibt es außderm das M-Visum. Vorsicht: Die Studentenvisa beinhalten keine Arbeitserlaubnis! Lediglich Beschäftigungen von bis zu 20 Stunden sind ‚on campus‘ erlaubt.

Voraussetzungen: Für das F- und J-Visa muss der beantragende Student einen festen Wohnsitz außerhalb der USA besitzen und darf nur mit der Absicht in die USA einreisen, diese nach dem Aufenthalt auch wieder zu verlassen. Des Weiteren müssen die Mittel zur Finanzierung des Aufenthalts nachgewiesen und ausreichend Englischkenntnisse vorhanden sein.

Beantragung: Die F- und J-Visa werden direkt beim US-Konsulat beantragt. Der Antragssteller muss zu einem Visumsgespräch dort erscheinen. Entsprechend früh sollte das Visum beantragt werden, idealerweise zwei bis drei Monate vor Programmbeginn.

Tipps und Informationen zum Thema Visum findest du hier.

Einen guten Überblick über Fragen rund um dein Studium in den USA bieten dir:

www.educationusa.de

www.studieren-in-usa.de

http://www.studiumusa.de/

Bei Fragen kannst du dich außerdem an die Beratungsstelle der US-Botschaft in Deutschland richten: austausch@state.gov

Von Katja Beck

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