Tipps & Tricks: Thailand

Work and Travel in Thailand – das ist Abenteuer pur. Das exotische Land in Südostasien ist ein bekanntes Backpacker-Reiseziel. Ob wilde Dschungellandschaften, ruhige Tempel oder traumhafte Strände und Korallenriffs – in Thailand gibt es viel Sehenswertes. Also auf ins Abenteuerland! Wie bei allen Auslandsaufenthalten gibt es auch hier Einiges zu beachten.

Wichtige Versicherungen

Gerade für einen längeren Auslandsaufenthalt (häufig ein Jahr oder länger bei Work & Travel) sind Versicherungen unerlässlich. Zu der obligatorischen und wichtigen Auslandsreisekrankenversicherung, werden auch eine Unfallversicherung sowie eine Haftpflichtversicherung empfohlen. Ansonsten können – gerade bei Unfällen oder ähnlichen Ereignissen – in Thailand sehr hohe Kosten auf dich zukommen, da es in dem Sinne keine Übernahme von Behandlungskosten durch die Krankenkassen wie in Deutschland gibt. Für den Fall, dass du plötzlich von der Reise zurücktreten musst, ist auch eine Reiserücktrittsversicherung von Vorteil.

Gesund und fit in die Auslandsarbeit
Gerade da die Gesundheits- und Hygienebedingungen in Thailand andere sind als bei uns, ist es notwendig, dass du gesund in deinen Arbeitsaufenthalt startest. Verschmutztes Wasser und andere schwierige Hygieneumstände können sonst schnell deinem Immunsystem und deiner Gesundheit schaden. Stell dir auch unbedingt vor Antritt der Reise eine Reiseapotheke mit den wichtigsten Medikamenten, zum Beispiel gegen Durchfall, Übelkeit, Fieber, etc. zusammen und lass dich vor der Reise von einem Arzt untersuchen. Hierbei solltest du unbedingt die notwendigen Impfungen vornehmen lassen, wie gegen Cholera, Hepatitis A und B, Tetanus, Typhus und andere. Bei der Einreise nach Thailand musst du unbedingt deinen internationalen Impfpass mit dir führen, um vor Ort nachweisen zu können, dass du wirklich alle essentiellen Impfungen erhalten hast.

Wichtige Unterlagen und Planungsschritte
Zu den wichtigen Unterlagen für einen längeren Work and Travel-Aufenthalt in Thailand zählen ein Visum, der Reisepass und manchmal ein (polizeiliches) Führungszeugnis. Für das Jobben in einigen Bereichen benötigst du auch einen Gesundheitsnachweis. Wenn du viel fahren musst, solltest du dir außerdem einen internationalen Führerschein zulegen. Falls du planst, dir deinen Job erst vor Ort zu suchen, dann musst du deinen Lebenslauf und weitere Bewerbungsunterlagen immer mit dir führen. Vor allem bei längeren Arbeitsaufenthalten solltest du dir bereits vor der Anreise eine Kreditkarte ausstellen lassen, da diese in einigen Situationen das beste Zahlungsmittel ist – ein Girokonto ist sowieso Voraussetzung. Wenn du durch den längeren Thailandaufenthalt deine Wohnung aufgeben oder untervermieten musst, findest du hier hilfreiche Tipps, um deine Sachen einzulagern. Denke auch dran, vor deinem Work and Travel-Aufenthalt gegebenenfalls Verträge zu kündigen.

Ein Job in Thailand – die perfekte Vorbereitung
Wenn du dir noch nicht sicher bist, was du genau dort machen möchtest beziehungsweise in welchem Bereich du arbeiten möchtest, dann schau am besten mal bei Auslandsjobs vorbei. Auf der Website kannst du einen kleinen Test machen und mit dessen Hilfe herausfinden, welche Arbeit in Thailand für dich am besten geeignet ist. Bei der Vorbereitung hilft dir die nützliche Work and Travel-Checkliste. Auch für die Frage, ob du als Backpacker deine gesamte Arbeit in Thailand selbst organisieren möchtest oder dir bei der Planung von einer Organisation helfen lassen möchtest, findest du hier eine Pro & Contra-Liste mit Vor und Nachteilen beider Methoden. Sogar Hinweise dazu, wie du deinen Backpacker Rucksack packst, um optimal gerüstet zu sein, findest du hier: Der Backpacker-Rucksack. Bei aller Arbeit gibt es in der Freizeit schließlich eine Menge zu er
kunden.

Die Arbeitsmöglichkeiten
Damit du in Thailand arbeiten darfst, solltest du unbedingt eine gültige Arbeitsgenehmigung (Work Permit) besitzen. Diese gibt es allerdings nur bei Nachweis einer bestimmten Qualifikation. Außerdem musst du bereits eine Arbeitsstelle beziehungsweise eine Tätigkeit in Thailand sicher haben und nachweisen können, um die Arbeitsgenehmigung ausgestellt zu bekommen. Ob du dich dort selbstständig machen und selbst ein Unternehmen gründen oder dich von einem ansässigen Unternehmen einstellen lassen möchtest – die Arbeitsmöglichkeiten in Thailand sind inzwischen nicht mehr ganz so unkompliziert, wie manch einer es sich eventuell vorstellt. Wenn du auf Nummer sichergehen möchtest, dann ist eine Anstellung in einem bereits vorhandenen Unternehmen manchmal die sicherere Variante. In Thailand gibt es eine offizielle Liste von Berufen, in denen Ausländer nicht arbeiten dürfen. Eine Übersicht findest du hier.

Die Arbeitsbedingungen
Traumhafte Landschaften? Ja, aber nicht vergessen, dass das Arbeiten hier nicht nur das Entspannen am Strand beinhaltet. Gerade in der Hotelbranche – aber auch in vielen anderen Bereichen – solltest du mit einer 6-Tage-Woche und zum Teil längeren Arbeitszeiten als hier einstellen. Darüber hinaus bestehen in Thailand ganz andere Arbeitsbedingungen, an die du dich erst noch gewöhnen musst. So laufen dort viele Prozesse wesentlich langsamer ab als in Deutschland, wo häufig ein zügiges und konzentriertes Arbeiten erwartet wird. Das entspannte Arbeiten kann natürlich auch als sehr gemütlich empfunden werden. Es kann jedoch dann kompliziert werden, wenn trotzdem Ergebnisse erwartet werden, während alles nur sehr langsam vorangeht. Dann einfach schneller zu arbeiten als die Kollegen oder gar ihre Aufgaben mit zu übernehmen, ist aber auch nicht unbedingt die ideale Lösung, da sich die Thais unter Umständen davon beleidigt oder übergangen fühlen könnten.

Selbstverständlich treffen diese Aussagen über die Arbeitsbedingungen nicht immer auf jede Firma, auf jeden Beruf oder jede Situation in Thailand zu. Wie auch immer das Arbeiten dort sein wird – lass dir einfach Zeit, dich an das andere Arbeitstempo dieser Kultur zu gewöhnen und du wirst auch bald einen Rhythmus finden, mit dem du dich wohl fühlst.

Die thailändische Kultur respektieren
Generell sind die Thailänder ein sehr gastfreundliches und herzliches Volk. Um dich dort noch heimischer zu fühlen und in deiner zukünftigen Arbeitsstelle noch schneller akzeptiert zu werden, solltest du möglichst schnell die Landessprache Thai lernen und natürlich die Sitten und Traditionen der Einwohner und ihrer Kultur respektieren. Noch mehr Infos findest du hier.

Was wird bei einem Job in Thailand von mir erwartet?
Die CLBS informiert dich nicht nur über aktuelle Stellenangebote, sondern gibt auch eine genaue Übersicht darüber, was du für den Job mitbringen musst. Weiterhin findest du hier Stellenprofile, notwendige Fähigkeiten, Anforderungen an die Bewerber et cetera. Bei Interesse hast du hier die Möglichkeit, dich einfach online zu bewerben. Außerdem findest du hier verschiedene Erfahrungsberichte von Personen, die über CLBS eine Arbeit in Thailand vermittelt bekommen haben.

Gutes tun – mit Freiwilligenarbeit
Freiwilligenarbeit für soziale Projekte und ähnliches ist natürlich auch dort Gang und Gäbe. Ob du dich für den Naturschutz einsetzen, mit Hilfsprojekten in Kindergärten arbeiten oder an Grundschulen Englisch unterrichten möchtest – die Möglichkeiten sind vielfältig. Sich ohne Bezahlung für wichtige und humane Zwecke einzusetzen, bringt dir zwar kein hohes Einkommen, aber dafür wertvolle neue Lebenserfahrungen und eine große Dankbarkeit der Menschen, denen du hilfst. Darüber hinaus macht es einen sehr guten Eindruck bei zukünftigen Bewerbungsgesprächen.

Bestimmte Eigenschaften solltest du unbedingt mitbringen, wenn du in Thailand Freiwilligenarbeit leisten willst. So solltest du kontaktfreudig, belastungsfähig, flexibel, anpassungsfähig und bereit sein, dich auf eine andere Kultur, Lebens- und Arbeitsweise einzulassen.

Das solltest du mitbringen: ein Mindestalter von 18 Jahren bei der Ausreise – in Thailand reicht sogar 17 – einen Reisepass, der für die ganze Zeit des Aufenthaltes und für die Rückreise gültig ist, in einigen Fällen sogar noch 6 Monate darüber hinaus, eine Reisekranken- und Reisehaftpflichtversicherung, gute Englisch- oder auch Französischkenntnisse und vieles mehr.

Es gibt zahlreiche Bereiche, in denen du freiwillig arbeiten und Gutes tun kannst, beispielsweise in einem der Waisenhäuser Thailands. Dort zählt es unter anderem zu deinen Aufgaben, bei Veranstaltungen wie Spiel- und Sportnachmittagen für Kinder mitzuhelfen, Englisch zu unterrichten, zu basteln und noch einiges mehr.

Auch ein freiwilliger Einsatz in einem Projekt zum Naturschutz lohnt sich. Im Bereich der Meeresbiologie bekommst du verschiedene Aufgaben zugewiesen, wie Schäden an Riffen zu beobachten, Strände zu säubern, Bestände von Meerespflanzen zu kontrollieren und vor allem auch an Schulen Aufklärungsarbeit zu leisten. Besonders toll ist, dass du im Rahmen solcher Projekte sogar einen Tauchschein machst.

Wenn du gern wissen möchtest, wie du an eine Freiwilligenarbeit in Thailand kommst beziehungsweise welche Stellen und Projekte zur Zeit zur Verfügung stehen, dann schau einfach mal hier vorbei:
Projects-Abroad
Auslandslust
Stepin
Travelworks
AIFS

Es ist wichtig, zu erwähnen, dass Work and Travel in Thailand manchmal eher Volunteer and Travel, also wie hier beschrieben Freiwilligenarbeit bedeutet. Sei dir bitte bewusst, dass es hier um den guten Zweck geht und du bei solchen Projekten kein Geld verdienen wirst und in einigen Fällen sogar dafür bezahlen musst. Lass dich aber trotzdem nicht davon abschrecken. Wenn es dir wirklich wichtig ist, an einem solchen Projekt teilzunehmen, dann lass dich am besten vorher von einer entsprechenden Organisation, wie zum Beispiel den oben genannten, über die finanziellen Möglichkeiten sowie über Preise und Fakten beraten.

Gut zu wissen!
In jüngster Zeit gab es einige Bombenanschläge in Thailand, bei denen auch Menschen ums Leben kamen. Die Polizei vermutet keine Terroranschläge dahinter, sondern eine politische Motivation. Die aktuelle politische Lage in dem südostasiatischen Land ist nicht ganz unkompliziert. Du brauchst jetzt nicht davon auszugehen, dass eine ständige Gefahr für die Einwohner und Touristen besteht, die sich dort aufhalten. Sei dir jedoch trotzdem bewusst, dass ein gewisses Restrisiko besteht und vermeide eventuell größere Menschenansammlungen, soweit es möglich ist.

Von Nadine Huber

 

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