Kulturdschungel: Brasilien

Karneval, Fußball und Samba. Wenn man an Brasilien denkt, sind dies häufig die ersten Dinge, die einem einfallen. Doch das Land mit knapp 200 Millionen Einwohnern hat noch mehr zu bieten, vor allem einen wunderbaren Artenreichtum an Pflanzen und Tieren im brasilianischen Amazonas-Regenwald und jede Menge spannende Sitten, Bräuche und Traditionen.

Brasilien kann auch als „kultureller Schmelztiegel“ bezeichnet werden, denn es vereint so viele kulturelle Einflüsse verschiedener ethnischer Völker aus aller Welt wie kaum ein anderes Land auf der Erde. Erkunde also zusammen mit Weltenfieber die aufregende Kultur Brasiliens und hole dir interessante Tipps und Infos über das südamerikanische Land.

 

Dschungel der Küche

Innerhalb des Landes gibt es regional unterschiedliche kulinarische Spezialitäten. Brasiliens Küche ist von Internationalität geprägt: Im Süden merkt man den deutschen Einfluss, in São Paulo den der japanischen und italienischen Einwanderer. Auch Portugal und Afrika beeinflussten die brasilianische Küche und schufen sogar einige der typischen brasilianischen Gerichte

Typische Essenrituale: In Brasilien ist die umfangreichste Mahlzeit des Tages das Mittagessen. Das Frühstück fällt dementsprechend kleiner aus, hier trinken die Brasilianer Milchkaffee, in der spanischen Landessprache „cafe con leche“ genannt oder einen starken Espresso, „Cafezhíno“ genannt. Das Abendessen wird oft relativ spät eingenommen.

Beliebte Nationalgerichte

Beim Essen sind die Geschmäcker ja bekanntlich verschieden. Die in Brasilien beliebten Nationalgerichte könnten manch einem hierzulande wohl gewöhnungsbedürftig anmuten, doch umgekehrt könnte das einem Brasilianer natürlich auch so gehen. Also falls dich dein Weltenfieber nach Brasilien verschlagen sollte, scheue dich nicht, wenn du möchtest, vielleicht auch einmal Mahlzeiten auszuprobieren, wie:

Feijoada, ein brasilianisches Nationalgericht aus Schweinsohren, gekochten Bohnen, Schweinsfüßen und Schweineschwanz, Speck, Würstchen und Gemüse sowie als Beilagen Maniokmehl (Farofa), Reis, Kohl und Orangenscheiben. Dieses Gericht servieren die Brasilianer gern Freunden an einem Samstagnachmittag. Dazu wird gern ein Caipirinha gereicht.

Pernambuco, Gefüllter Schafsmagen, Kutteln und Innereien in scharfem Ragout oder im eigenen Sud gekocht.

Churrasco Dieses Gericht ist in ganz Brasilien sehr beliebt. Ein in Essig eingelegter, mit Salz, Pfeffer, Zwiebeln und Majoran gewürzter Fleischspieß wird über dem Holzkohlengrill geröstet.

Tapioca-Pfannkuchen Unter Tapiocas versteht man einen Pfannkuchen, der zusammen mit geraspelter Kokosnuss, Bananen und Schmelzkäse serviert wird.

Coxinha de Frango Zu Deutsch: Hühnerschenkelchen, wird gern in Kneipen, Bars oder manchmal auch von Straßenverkäufern serviert oder als kleiner Happen bei Festen, Partys und Veranstaltungen gereicht.

Typische Getränke: Guarana, eine exotische Frucht, die Energie spenden soll; Bier (Cerveja); Schnaps (Cachaca); Caipirinha, ein populäres Strand – und Abend Getränk, traditionell aus Cachaca, Eis, braunem Zucker und Limetten.

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Dschungel der Feiertage – Silvester

Glücksbringende Socken. Die Vorbereitung auf das neue Jahr beginnt in Brasilien schon lange vor Silvester. Für diese Vorbereitung gibt es bestimmte Regeln: am letzten Tag des Jahres sollte unbedingt weiße Kleidung getragen werden. Laut brasilianischem Glauben wird dadurch beim Start in das neue Jahr nur das Gute zugelassen. Bereits Wochen vorher hängen viele Geschäfte hauptsächlich weiße Kleidung in Ihren Schaufensterscheiben auf, manche tragen den Schriftzug „Paz“ (Frieden).

Bereits vor dem 31. bereiten sich viele Brasilianer auf Silvester vor. Dazu gehört, sich einige Tage vor Silvester ein neues Paar weiße Socken anzuziehen, welches erst am 31. gewechselt werden darf. Die rechte Socke wird in die Sonne gelegt und später weit weg geworfen, die linke wird nachts hinaus gelegt und dann später auch weggeworfen. Beides soll Glück und Zufriedenheit bringen.

Essen als Glücksbringer. Vor dem Jahreswechsel darf keine Pute, Hähnchenfleisch oder Ente zu sich genommen werden, da diese Vögel häufig rückwärts scharren oder Laufen, was für Brasilianer Rückschritt bedeutet. Linsen dagegen sollen Glück bringen, da sie im Wasser aufquellen und somit für Wachstum stehen. Auch dem Granatapfel werden positive Eigenschaften nachgesagt. So soll es ein volles Portemonnaie bringen, wenn man sieben rote Granatapfelkerne lutscht, die anschließend in Papier einwickelt und dann das ganze Jahr über in der Geldbörse trägt, häufig zusammen mit einem Lorbeerblatt

Weihwasser in der Wohnung. Am Silvestertag findet in brasilianischen Haushalten ein Großputz statt. Umgekrempelte Kleidung muss unbedingt wieder auf rechts gedreht werden und Türgriffe werden mit Wasser und Salzkörnern abgewischt. Mit dem Träufeln von Weihwasser in all Ecken der Wohnung sollen negative Energien ferngehalten werden.

Noch mehr Informationen findest du in diesem Artikel

Dschungel der Benimmregeln

Vorab: Brasilien ist ein Land, das durch die vielen Einflüsse anderer Nationen eine große kulturelle Vielfalt besitzt. Es ist aber auch ein Land, in dem eine große Kluft zwischen Arm und Reich besteht. Dadurch kann es immer wieder dazu kommen, dass Brasilianer improvisieren müssen – dann am besten ruhig bleiben und nicht beschweren.

Die Begrüßung in Brasilien. Bei Begrüßung in Brasilien wird üblicherweise der Handschlag verwendet. Dieser wird dabei meist recht intensiv zelebriert. Auch der Kuss auf die Wange wird in Brasilien gern angewandt, denn Brasilianer sind ein sehr herzliches und Gastfreundliches Volk.

Kein Oben-Ohne-Baden in Brasilien. In Brasilien ist das Baden „Oben-Ohne“ verboten.

Eingeladen werden in Brasilien. In Brasilien hat Pünktlichkeit nicht dieselbe Bedeutung wie in Deutschland. So ist es in der Regel üblich, mit etwas Verspätung zu einer Einladung zu erscheinen. Blumen für die Dame sind gern gesehen, es sollten jedoch keine lilafarbenen sein. Über Geschäfte zu sprechen ist Tabu. Ausnahme: Der Gastgeber spricht dieses Thema von allein an.

Naseputzen beim Essen? Pfui! Es gibt zwar insgesamt wenige Konventionen in Brasilien, doch an diese sollte man sich halten. So gilt es als unfein, am Tisch Zahnstocher zu benutzen oder sich die Nase zu putzen.

Kleidung in Brasilien. Brasilianer kleiden sich gern elegant und trotzdem locker und freizügig. Bei offiziellen Anlässen solltest du dich angemessen kleiden, in der Freizeit kannst du auch gern elegante oder sportliche Kleidung tragen. Die brasilianischen Frauen zeigen gern viel Haut – das sollte man aber nicht automatisch als Aufforderung nach mehr verstehen.

Mehr Informationen findest du hier auf der Webbseite „Benimm-Reisen.de“.

Dschungel der Kunst

Auch die Kunst spielt in der vielfältigen Kultur eine große Rolle. So ist Brasilien beispielsweise bekannt für seine kreativen Straßenkünstler, die man häufig bei Flanieren antreffen kann. Eine weitere Besonderheit ist die einzigartige Architektur des Landes.

Brasilianische Musik – Leidenschaft und Ausdrucksmittel. Musik ist in Brasilien ein sehr wichtiges Element. Brasilianer machen sehr gern, sehr oft und mit intensiver Leidenschaft Musik, fangen manchmal mitten auf der Straße an zu singen, tanzen und zu musizieren. Musik ist dort unverzichtbar, sie symbolisiert Freude am Leben, steht für gute Laune und schafft Gemeinschaft.

Karneval in Rio. Unter allen touristischen Attraktionen lockt vor allem der Karneval in Rio jährlich tausende von feierfreudigen Zuschauern an. Umwerfende Kostüme, atemberaubende Tanzeinlagen, mitreißende Musik. Das ist es, was die Faszination dieses Verkleidungsspektakels ausmacht.

Wer zu dieser Zeit die Möglichkeit hat, einen Auslandsaufenthalt in Brasilien zu verbringen, der sollte sich also unbedingt den Karneval in Rio ansehen.

Mehr Informationen findest du hier.  

Und noch was Interessantes…

🙂 Brasilien gilt als Erfinder der so genannten „Zahnseidenbikinis“ und des brasilianischen Tangas.

🙂 Brasilien ist der größte Kaffeehersteller und -exporteur der Welt.

🙂 Capoeira ist Nationalsport in Brasilien, eine Mischung aus Tanz, Sport und Spiel.

🙂 Die Iguazu – Wasserfälle sind die breitesten der Welt. Allerdings liegt der größte Teil in Argentinien.

von Nadine Huber

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